Nach etwa 2-jähriger Vorbereitungs- und Planungszeit wurde vom Sächsischen Oberbergamt ein Bauvertrag zur Sicherung von Gefahrenstellen des Altbergbaus im Bereich bzw. unter der Auffahrt zum Sauberg (auch Werkstraße genannt) vergeben.

Den Zuschlag erhielt die ortansässiger Erdbau Thalheim GmbH auf das wirtschaftlichste Angebot.

Der Planung vorangestellt waren intensive akten- und risskundliche Recherchen sowie eine ergänzende Untergrunderkundung durch Bohrungen. Im Ergebnis wurden vier Gefährdungsbereiche ausgewiesen, die sich zwischen der Auffahrt an der B95 bis zur Kreuzung der Werkstraße mit der Saubergstraße/Steinelweg befinden. Im Bereich der Einmündung der Saubergstraße/Steinelweg kreuzt der „Prinzler Gangzug“ die Werkstraße. Dieser Gang ist einer der abbauwürdigsten Gänge auf dem Sauberg gewesen und wies z.T.  eine Gangbreite von mehreren Metern auf. Die Gangbereiche sollen in offener Bauweise freigelegt und im tagesoberflächennahen Bereich mit einem Betonbauwerk gesichert werden.

Die Bauarbeiten beginnen in der 40. KW 2020 und sollen im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Geplant sind ca. 12 Wochen Bauzeit.

Die Werkstraße führt über sehr stark vom Altbergbau beeinflusste Gebiete. Dabei überquert die Straße mehrfach Bereiche verschiedener Erzgänge. Historisch wurden diese Erzgänge zunächst von der Tagesoberfläche aus aufgeschlossen und abgebaut, ehe man zum Tiefbau überging. Zurückgeblieben sind vollständig abgebaute Gangbereiche, die man mit Abraummaterial wieder (unkontrolliert) verfüllte.

In dem abgebauten Gangbereich blieben jedoch, technologisch bedingt, Hohlräume zurück. Daraus resultiert eine Gefährdung der Straße durch Tagesbrüche bzw. Senkungen. Solche Ereignisse sind in der Vergangenheit dokumentiert.

Um Gefährdungen für den Verkehr infolge von Senkungen und Tagesbrüchen auszuschließen bzw. zu minimieren hat es in der Vergangenheit bereits in Teilabschnitten der Straße Sicherungsarbeiten gegeben, so zum Beispiel im Abschnitt vom ehemaligen Kulturhaus zur Aufbereitung, wo in den 1970/80-er Jahren eine Spannbetonplatte zur Überbrückung der bekannten Abbaubereiche errichtet wurde. Eine weitere Sicherung fand 2006 im Auftrag des Sächsischen Oberbergamtes im Bereich der B95, am Abzweig der Werkstraße, statt. 

Die jetzigen Sicherungsarbeiten an der Werkstraße sind die Voraussetzungen für einen grundhaften Ausbau der Werkstraße, welcher durch die Stadt Ehrenfriedersdorf als Baulastträger für diesen kommunalen Verkehrsweg im Anschluss zunächst mit Planungsarbeiten beginnen soll.