Der Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. stellt aktiven Vereinen, Kommunen oder privaten Projektinitiativen zweckgebunden Fördermittel zur Verfügung. Insgesamt 200.000 Euro stehen 2021 im Vereinshaushalt für Kleinprojekte zur Verfügung. Die Einzelförderung ist auf 2.000 € pro Projekt begrenzt. Ziel des Förderprogramms ist es, Akteure vor Ort schnell und unkompliziert bei der Umsetzung von Projekten und Ideen zu unterstützen. Die Förderung kann ausschließlich für Projekte erfolgen, welche der Kommunikation, der Vermittlung, dem Erhalt und dem Schutz des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří dienen.

Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises und Vorstandsvorsitzender des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V., fordert Interessenten ausdrücklich zur Bewerbung auf: „Das Welterbe wird von den Akteuren vor Ort getragen. Von Vereinen und Kommunen, auf deren Grund und Boden sich die Welterbe-Bestandteile befinden, die dort für die Kommunikation des Themas werben und die unser Welterbe vor Ort sichtbar machen. Dort möchten wir gezielt unterstützen – schnell und unkompliziert.“

Einen Antrag auf Förderung können Vereine, Kommunen oder sonstige Betreiber der Welterbe-Bestandteile oder -Objekte stellen. Auch jene, die sich der Pflege oder des Betriebs der assoziierten Objekte widmen und Einrichtungen, die immaterielle Werte unterstützen, können den Fördertopf nutzen. Förderfähig sind Vorhaben, die eine gemeinnützige und öffentliche Nutzung haben.

Dazu gehören zum Beispiel die Unterstützung von Veranstaltungen, Präsentationsflächen, Sonderbeschilderungen oder Kleinmaterial für Reparaturen. Ob nun ein Verein eine neue Ausstellungswand zum Thema Welterbe erstellen will, das Modell einer Schachtanlage entsteht oder ob eine Kommune einen speziellen Welterbe-Flyer herausgeben möchte. Die Möglichkeiten sind vielfältig. „Wir können uns hier Vieles vorstellen! Die Entscheidung ob und in welcher Höhe die Projekte gefördert werden, liegt letztlich beim Vereinsvorstand.“ ergänzt Frank Vogel.

Die Antragstellung für die Fördermittel kann direkt beim Verein erfolgen. Die Fördermittel werden aus dem Vereinshaushalt zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung erfolgt aus Haushaltsmitteln des Freistaats, die der Sächsische Landtag im Mai verabschiedet hat.

Ulrich Schreiber, Referatsleiter Denkmalpflege und Denkmalschutz, im Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung betont: „Gemeinsam mit dem Welterbe-Verein haben wir uns bewusst dafür entschieden, einen unkomplizierten Antragsprozess zu finden. In Dresden können wir den Rahmen vorgeben – Kompetenz und Verantwortung liegen jedoch vor Ort. Darauf vertrauen wir. Unser gemeinsames Ziel ist die Inwertsetzung des Welterbes – und dies erfolgt am besten direkt in der Region!“

Im Sommer 2019 wurde die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří auf die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Zur Nominierung gehören insgesamt 22 Bestandteile: 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. Sie repräsentieren in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. Jeder der 22 Bestandteile setzt sich aus zahlreichen Einzelobjekten zusammen.

Außerdem ergänzen auf sächsischer Seite 18 „assoziierte Objekte“ das Bild der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. An ihnen wird deutlich, dass das montane Erbe auch Einfluss auf Landschaft, Kunst oder Wirtschaft hatte, auch wenn diese nicht unmittelbar mit der Erzgewinnung in Verbindung standen.

Das Antragsformular und die Förderrichtlinie können abgefordert werden unter:

Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.

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03733 145350

Ansprechpartner:

Kristin Hängekorb

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03733 145352 oder 03731 4196102