Tag der Schallplatte

Vinylzauber4

12.08.2025 17:00

Annaberger Straße 18a (Kybarth-Fabrik)

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Beschreibung:

Zur Erinnerung an die Schallplatten- und Sprechmaschinenfabrik von August Kybarth in Ehrenfriedersdorf.

17 Uhr: Einweihung einer Erinnungsstele an der früheren Schallplattenfabrik, Annaberger Str. 18a

18 Uhr: Finissage der Sonderausstellung im Museum Zinngrube, Am Sauberg 1

19 Uhr: Vortrag von Carola Schramm von der Ernst-Busch-Gesellschaft in der Saubergklause, Am Sauberg 1a

 

Tag der Schallplatte am 12. August 2025: „Schwarze Scheiben im Strudel der Ereignisse – eine Nachkriegsgeschichte aus Ehrenfriedersdorf“

Stelen-Einweihung an der ehemaligen Schallplattenfabrik von August Kybarth, Finissage der AMIGA-Ausstellung im Museum Zinngrube und spannender Vortrag zur Geschichte der Schallplattenherstellung nach 1945 in Ehrenfriedersdorf.

Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Chemnitz 2025 setzt das Projekt „Bergklang & Vinylzauber“ in der Berg- und Greifensteinstadt Ehrenfriedersdorf ein beeindruckendes Zeichen in Erinnerung an die regionale Schallplatten- und Musikgeschichte im Ort. Zwischen zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen, die die vielfältige Kultur und Geschichte des Musikmediums (gemeint ist die Schallplatte) innerhalb dieses Jahres in Ehrenfriedersdorf würdigen und alle relevanten Plätze und Einrichtungen des Ortes (u.a. Stadtbücherei, Sauberg, Greifensteine, Greifenbachstauweiher, Brauerei, …) einbeziehen, wird am 12. August 2025 – dem „Internationale Tag der Schallplatte“ eine breite Palette an Veranstaltungen geboten.

Der „Internationale Tag der Schallplatte“, wird jährlich am 12. August begangen. An diesem Tag im Jahr 1877 erfand Thomas Alva Edison den Phonographen, der als Vorläufer der Schallplatte gilt. Ehrenfriedersdorf widmet an diesem Tag die Aufmerksamkeit ganz dem Schellack und Vinyl und wird an drei Veranstaltungsorten der Blick auf das schwarze Medium richten.

Um 17 Uhr wird es an der früheren „Schallplatten- und Sprechmaschinenfabrik“ von August Kybarth und Söhne (Annaberger Straße 16a, 09427 Ehrenfriedersdorf) eine kleine Einweihungszeremonie für eine Info-Stele zusammen mit der Enkelin des Gründers, Angelika Ullmann, geben. Die Stele steht unter dem Motto „August Kybarth (1878 – 1945) – Ein deutscher Schallplattenpionier“.

Anschließend wechselt der Schauplatz auf den Sauberg. Denn ab 18 Uhr findet, im Rahmen der Finissage, eine letzte Führung durch die Ausstellung „Die Schallplatte – Mythos und Kult! Von Schellack, Vinyl und AMIGA“ im Museum Zinngrube (Am Sauberg 1) statt. Anschließend werden die Exponate an das Museum Schloss Bernburg und den Kurator Torsten Sielmon, sowie an die weiteren Leihgeber aus dem Heimatmuseum Chomutov und R.A.N.D. Leipzig zurückgeben.

Den Schlusspunkt des Abends setzt die Referentin Dr. Carola Schramm, Musikwissenschaftlerin bei der Ernst-Busch-Gesellschaft in Berlin mit einem spannenden Vortrag unter dem Titel „Schwarze Scheiben im Strudel der Ereignisse – eine Nachkriegsgeschichte aus Ehrenfriedersdorf“. Frau Dr. Carola Schramm ist ebenso Mitglied der Gesellschaft für Historische Tonträger (GHT) und kündigt zu ihrem Vortrag an: „In den ersten Monaten nach Kriegsende im Mai 1945 stellen die Besatzungsmächte in Deutschland die Weichen, zunächst die politischen und bald auch die wirtschaftlichen. Die Sowjetische Verwaltung möchte, dass in ihrem Einflussbereich wieder Schallplatten hergestellt werden. Die Pressmöglichkeiten im zerstörten Berlin sind allerdings begrenzt. Widersprüchliche Entscheidungen der vier Besatzungsmächte erschweren eine sinnvolle Lösung. So gerät das Presswerk A. Kybarth & Söhne KG in Ehrenfriedersdorf in den Blickwinkel der Akteure. Schließlich findet hier die bis 1958 andauernde Plattenproduktion für die DDR ihren Anfang. Die Wiege der beiden Labels AMIGA und ETERNA liegt also im Erzgebirge.“ Der Vortrag beginnt 19 Uhr in der Sauberg-Klause (Am Sauberg 1a). Der Eintritt ist frei. Das gastronomische Angebot der Sauberg-Klause steht den Gästen zur Verfügung.

Die Umsetzung wird durch Mittel des Wettbewerbs „simul+Kreativ“ des SMIL* (vormals SMR) gefördert. *Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung - Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.