Vom 17. bis 30. Juli 2022 wirkten internationale Freiwillige an der Erhaltung der Bergbaulandschaft Ehrenfriedersdorf im UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří mit. So setzten sie den Röhrgraben im Greifensteinwald auf über 100 Metern Länge fachgerecht in Stand und konservierten am Besucherbergwerk Zinngrube historische Grubentechnik. Neben den praktischen Arbeiten erlebten die Freiwilligen in verschiedenen Exkursionen und Veranstaltungen auch die lokalen Traditionen…“

Den vollständigen Abschlussbericht können SIe unter Freiwilligen Projekt in Ehrenfriedersdorf erfolgreich abgeschlossen - Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří (montanregion-erzgebirge.de) lesen.

Die Stadt Ehrenfriedersdorf plant die klimaresiliente Neugestaltung des Marktes, des Neumarktes sowie der verbindenden Korridore und sucht gestalterische und auch beispielhafte sowie auf andere Stadtbereiche des Grünen Bandes übertragbare Lösungen einschließlich der Gestaltung des jetzigen Parkplatzes an der Steinbüschelstraße als Übergang zur Grundschule. Zielstellung ist es, eine stadtklimatische Verbesserung im Projektgebiet zu erreichen und gleichzeitig Lösungen für aktuelle Mobilitätsanforderungen, mehr Aufenthaltsqualität und die Präsenz der historischen Stadt- und Bergbaugeschichte zu entwickeln. Die Ziele entsprechen damit dem für die Umsetzung der Maßnahme zugrundeliegenden Förderprogramm „Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ mit Fokus der Stärkung der grün-blauen Infrastruktur im urbanen Raum vor dem Hintergrund des Klimawandels.

Hierfür lobt die Stadt Ehrenfriedersdorf einen nichtoffenen Planungswettbewerb gemäß § 3 (3) RPW 2013 mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb und begrenzter Teilnehmerzahl (insgesamt max. 15 Teilnehmer) aus. Interessierte Büros können sich auf der Homepage des Wettbewerbsbetreuers, der STEG Stadtentwicklung GmbH, die Auslobung herunterladen.

https://www.steg.de/ehrenfriedersdorf-planungswettbewerb-gruenes-band/

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung für eine Teilnahme!

 

foto neumarkt quelle stadtverwaltung

Medieninformation 6. Juli 2022


Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. 
Internationales Engagement für den Schutz unseres UNESCO-Welterbes Kunstgraben pflegen und historische Grubenbahnen restaurieren:

Zwei Wochen lang wirken internationale Freiwillige aus aller Welt in der Bergbaulandschaft Ehrenfriedersdorf. Vom 17. bis 30. Juli 2022 unterstützen 15 junge Erwachsene aus Honduras, Spanien, Bulgarien, Südafrika, Deutschland, Mexico, Belgien, Russland, Bangladesch, USA, China und Schweden bei Maßnahmen zur Erhaltung des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/
Krušnohoří. Das diesjährige Freiwilligen-Projekt wird vor Ort gemeinsam mit dem Besucherbergwerk Zinngrube Ehrenfriedersdorf durchgeführt. Unter fachkundiger Anleitung erhalten die Teilnehmenden Einblicke in laufende Erhaltungsmaßnahmen und lernen traditionelle Techniken zur Pflege des bergbaulichen Erbes kennen. Neben dringend anstehenden Maßnahmen zur Instandsetzung des Röhrgrabens, stehen Restaurierungsarbeiten an der Grubenbahn unter Tage im Fokus. Ergänzt werden die praktischen Erfahrungen in der Denkmalpflege durch ein kulturelles Rahmenprogramm, das den internationalen Freiwilligen unser Welterbe und die bergbaulichen Traditionen näherbringt. Auf dem Programm stehen neben einer Einführung zum UNESCOWelterbe
Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří Exkursionen nach Annaberg-Buchholz und Chemnitz sowie Einblicke in die lokale Traditionspflege durch die Berggrabebrüderschaft Ehrenfriedersdorf e.V., den Schnitz- und Krippenverein und den Klöppelverein Ehrenfriedersdorf. Organisiert wird das Projekt von der Organisation European Heritage Volunteers, dem Verein
Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. und dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Die Kosten für die Projektdurchführung tragen das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen und der Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.


Hintergrund:


Internationale Freiwilligen-Projekte werden gemeinsam mit lokalen Akteuren seit 2017 im UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří durchgeführt. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Verpflichtungen zum Schutz und zur Erhaltung sowie Vermittlung des bedeutenden montanhistorischen Erbes. Zugleich fördern sie den interkulturellen Dialog und generationenübergreifenden Erfahrungsaustausch und ermöglichen so ein Lernen mit- und voneinander für die Zukunft. Die Organisation European Heritage Volunteers (www.heritagevolunteers.eu) ist seit mehr als zwanzig Jahren in der Freiwilligenarbeit auf dem Gebiet des kulturellen Erbes tätig. Ziel des Programms ist die Verbindung zwischen dem Welterbe-Gedanken und der Freiwilligentätigkeit, um den internationalen Teilnehmern ein tieferes Verständnis von Welterbestätten durch praktische Projekte und Bildungsaktivitäten in Europa zu vermitteln. European Heritage Volunteers hat bereits mehr als 200 vergleichbare Projekte organisiert, an denen über 2.000 freiwillige Helfer aus mehr als 70 Ländern teilgenommen haben.


Öffentliche Termine:

21. Juli 2022 10 Uhr
Pressetermin Schönwettervariante:
Greifensteinstolln am Röhrgraben
Pochwaldweg
09427 Ehrenfriedersdorf
Schlechtwettervariante:
Besucherbergwerk Zinngrube
Am Sauberg 1
09427 Ehrenfriedersdorf


26. Juli 2022 18 Uhr
Öffentliche Abendveranstaltung mit Präsentation der Freiwilligen zum
Thema:
„Beispiele für die Erhaltung des industriellen/ bergbaulichen Erbes in ihrem Herkunftsland durch von der Bevölkerung
getragene Initiativen“
Restaurant „Die Burg“
August-Bebel-Straße 4
09427 Ehrenfriedersdorf


Ansprechpartner:
Kristin Hängekorb
Welterbe Montanregion
Erzgebirge e. V.
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03733 145352 oder 03731 4196102
Friederike Hansell
Referentin für Welterbe
Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
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0351 48430404

Bewerbung für die neue Amtszeit als Friedensrichter/in

 

Nach Ablauf der Amtsperiode unserer jetzigen Friedensrichterin können sich für die neue Amtszeit interessierte Bürgerinnen und Bürger für unseren Schiedsamtsbezirk als „Friedensrichter/in“ und „Stellvertreter/in“ bewerben.

Die Aufgabe der Friedensrichterin oder des Friedensrichters und Stellvertreters besteht darin, außerhalb eines Gerichtsverfahrens kleinere Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten – vermögens- und strafrechtlicher Art – zu schlichten und im Schlichtungsverfahren einen Vergleich herbeizuführen. Die Aufgabenpalette des Friedensrichters ist vielfältig, wie beispielsweise Nachbarschaftsstreitigkeiten, Ärger mit dem Vermieter, ab er auch Körperverletzung, Hausfriedensbruch oder Beleidigung und Sachbeschädigung. Die Friedensrichterin oder der Friedensrichter und Stellvertreter wird für fünf Jahre vom Stadtrat Ehrenfriedersdorf gewählt und kann auch wiedergewählt werden.

Besetzt werden muss zum 04.12.2022 der Schiedsamtsbezirk, der im Wesentlichen die Stadt Ehrenfriedersdorf und die Stadt Thum mit den Ortsteilen Jahnsbach und Herold umfasst. Das Amt des Friedensrichters ist ein Ehrenamt.

Wer in diesem Bezirk wohnt und Interesse an der Aufgabe hat, kann sich schriftlich bis zum 19.08.2022 in der Stadtverwaltung Ehrenfriedersdorf bewerben.

Gemäß § 4 des Sächsischen Schieds- und Gütestellengesetzes müssen Bewerber folgende Voraussetzungen erfüllen:

(1) Der Friedensrichter muss nach seiner Persönlichkeit und seinen Fähigkeiten für das Amt geeignet sein.

(2) Friedensrichter kann nicht sein, wer

1. als Rechtsanwalt zugelassen oder als Notar bestellt ist;
2. die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten geschäftsmäßig ausübt;
3. das Amt eines Berufsrichters oder Staatsanwalts ausübt oder als Polizei- oder Justizbediensteter tätig ist.

(3) Friedensrichter kann ferner nicht sein, wer die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt oder durch gerichtliche Anordnungen in der Verfügung über sein Vermögen beschränkt ist.

(4) Friedensrichter soll nicht sein, wer
1. bei Beginn der Amtsperiode das 30. Lebensjahr noch nicht oder das 70. Lebensjahr schon vollendet haben wird;
2. nicht in dem Bezirk der Schiedsstelle wohnt;
3. gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder der Rechtsstaatlichkeit verstoßen hat, insbesondere die im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 19. Dezember 1966 gewährleisteten Menschenrechte oder die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 enthaltenen Grundsätze verletzt hat oder
4. für das frühere Ministerium für Staatssicherheit oder Amt für nationale Sicherheit tätig war.

(5) Bei ehemaligen Mitarbeitern oder Angehörigen in herausgehobener Funktion von Parteien und Massenorganisationen, der bewaffneten Organe und Kampfgruppen sowie sonstiger staatlicher oder gemeindlicher Dienststellen oder Betriebe der ehemaligen DDR, insbesondere bei Abteilungsleitern der Ministerien und Räten der Bezirke, Mitgliedern der SED-Bezirks- und Kreisleitungen, Mitgliedern der Räte der Bezirke, Absolventen zentraler Parteischulen, politischen Funktionsträgern in den bewaffneten Organen und Kampfgruppen, Botschaftern und Leitern anderer diplomatischer Vertretungen und Handelsvertretungen sowie bei Mitgliedern der Bezirks- und Kreiseinsatzleitungen wird vermutet, dass sie die als Friedensrichter erforderliche Eignung nicht besitzen. Diese Vermutung kann widerlegt werden.

(6) Der Friedensrichter, Bewerber oder Vorgeschlagene hat gegenüber der Gemeinde schriftlich zu erklären, dass Ausschlussgründe nach den Absätzen 2 bis 5 nicht vorliegen, und seine Einwilligung, Auskünfte zu den Ausschlussgründen des Absatzes 4 Nr. 3 und 4 und des Absatzes 5 beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes einzuholen, zu erteilen.

G. Scheffel

Sachb. Recht/Controlling

Wie letztes Jahr schon berichtet, hat die Stadt Strukturmittel in Höhe von 192.693,60 EUR vom Kulturraum Erzgebirge für die Neustrukturierung des Besucherbergwerkes Zinngrube erhalten. Den gleichen Betrag legte die Stadt nochmals obendrauf.

Ziel war es, die Struktur der Gesellschaft und damit einhergehend eine vollständige Integration des Besucherbergwerks in den Zweckverband Industriemuseum zu ermöglichen, zum anderen für das Museum wichtige Gebäude und Flächen zu erwerben und damit neue Konzepte (architektonisch wie inhaltlich) für die Ausstellung zu erarbeiten. Mit all diesen Maßnahmen soll der Erfolg des Standortes langfristig gesichert werden.

Mit den Strukturmitteln für 2020 wurde, beginnend schon im Jahr 2019, zunächst die Gesellschaft betriebswirtschaftlich untersucht und in Verbindung mit dem Zweckverband Sächsisches Industriemuseum die ersten Schritte erarbeitet, wie eine vollständige Eingliederung vollzogen werden könnte. Daran geknüpft waren vor allem notwendige Anpassungen an der Personalstruktur sowie das Eigentum an den für den Betrieb des Museums notwendigen Gebäude und Flächen sowie des Museumsgutes (Mineralogische Sammlung, Bergbaugeräte).

Ab September 2020 arbeiteten dann die Historikerin Frau Meißner und das renommierte Planungsbüro ö-konzept an einer neuen Museumskonzeption für unseren Standort. Das Museumskonzept teilt sich in zwei wesentliche Komplexe. Einmal in die Verbesserung der architektonischen Gegebenheiten, zum Zweiten in eine Neugestaltung der Dauerausstellung. Außerdem erstellte in diesem Zeitraum das Planungsbüro Philipp, Heinemann und Dressel ein Außenraumkonzept. Ziel des Auftrages war es, die Außenflächen am Gebäudekomplex zu entwickeln und gegebenenfalls ganz neue Bereiche für das Museum zu schaffen.

Nachdem 2020 für die Museumskonzeption die Gebäudestruktur, die Barrierefreiheit, die Besucherwege und die Standfestigkeit untersucht wurden, ging es im Jahr 2021 um eine Weiterentwicklung unserer Dauerausstellung. Diese soll neben den Mineralstufen vor allem das Thema Zinn in all seinen Facetten, angefangen bei dessen Entstehung über die Geschichte des Bergbaus und damit auch die Stadtgeschichte bis hin zur aktuellen Rohstoffstrategie unseres Landes Sachsen, den Besuchern näherbringen. Zudem wurde für die Konzeption noch ein Brandschutzkonzept erstellt.

Ein weiterer wichtiger Punkt war im letzten Jahr noch die Erstellung eines Corporate Designs, d.h. eines neuen Erscheinungsbildes der Zinngrube. Es sollte frisch und modern wirken, den Wiedererkennungswert des Besucherbergwerkes erhöhen und ein einheitliches, positives und unverkennbares Bild nach außen und innen zeigen. Auch diesen Auftrag konnte sich das Gestaltungsbüro ö-konzept sichern. Das Ergebnis kann sich aus unserer Sicht sehen lassen. Jetzt muss es noch mit dem Zweckverband abgestimmt werden.

Insgesamt konnten mit den Strukturmitteln alle wichtigen Voraussetzungen für eine Neustrukturierung der Zinngrube als Unternehmen selbst und damit für eine vollständige Eingliederung in den Zweckverband Sächsisches Industriemuseum sowie der Ausstellungsflächen und der Dauerausstellung geschaffen werden. Mit dem neuen Corporate Design erhält die Zinngrube zukünftig ein frisches und modernes Aussehen für alle Publikationen und Beschilderungen. Der nächste Schritt wäre dann die bauliche Umsetzung. Hierfür wurde bereits ein Förderantrag gestellt.

Die Fördermittel werden uns vom Freistaat Sachsen und dem Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen gewährt.

Logo Sachsen modern wird mitfinanziert Calibrilogo kulturraum

Das barrierefreie WC auf dem Burgplatz ist nun fertiggestellt, die letzten Feinarbeiten wurden erledigt. Ab Freitagnachmittag, den 03.06.2022 ist die Benutzung für alle Besucher möglich.
Im Sommer ist das WC täglich von 7 bis 20 Uhr offen, außerhalb dieser Zeiten wird es verschlossen.
Wir danken den bauausführenden Firmen ELEBA, Klempnerei Juhas, Hanings & Czeskleba sowie dem Bauunternehmen Nico Peterk und ihren Mitarbeitern an dieser Stelle für die sehr gute Zusammenarbeit!
Wir freuen uns über einen sorgfältigen und respektvollen Umgang mit dem neuen Gebäude, da dieses zu großen Anteilen aus Fördermitteln finanziert wurde.
Vielen Dank!
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BMV Jubiläum 2

 

Der Bergmännischer Musikverein Ehrenfriedersdorf e. V. informiert:

40 Jahre Kinder- und Jugendblasorchester

30 Jahre "Bergmännischer Musikverein" Ehrenfriedersdorf e.V.

Anlässlich unseres Jubiläums möchten wir einen kleinen Einblick in die Geschichte des "Bergmännischen Musikvereins" Ehrenfriedersdorf e.V. geben. Der jetzige Verein wurde 1982 als Kinder- und Jugendblasorchester gegründet. Die Initiative zur Gründung eines Nachwuchsorchesters kam vom damaligen Berufsmusiker Heinz Thieme, welcher selbst Mitglied der Bergkapelle war. Als Trägerbetrieb, wie zu DDR-Zeiten üblich, wurde der VEB Verpackungsmittel gewonnen.

Trotz aller Unterstützung war es mühsam, dieses Vorhaben zum Gelingen zu führen. Die Beschaffung benötigter Instrumente sowie entsprechendes Notenmaterial war neben der musikalischen Ausbildung ein zusätzlicher Hemmpunkt. Nach und nach wurden jedoch kleine Erfolge hör- und sichtbar. In diesem Zusammenhang muss die über viele Jahre enge Partnerschaft und gute Zusammenarbeit mit der Musikschule in Litomerice, in der damaligen CSSR, erwähnt werden. Dabei wurden auch gemeinsame Auftritte organisiert und durchgeführt.

Die Wende brachte auch für die Bergkapelle und das Kinder- und Jugendblasorchester tiefgreifende Veränderungen. Eine Neuorientierung war notwendig, um weiterhin als Klangkörper bestehen zu können.

Die plötzliche Auflösung der Bergkapelle des VEB Zinnerz war richtungsweisend für die Zukunft des Kinder- und Jugendblasorchesters. Der Erhalt einer Bergkapelle musste unbedingt im Vordergrund stehen! Dieses Vorhaben wurde durch die Unterstützung der Berggrabebrüderschaft und einiger Mitglieder der ehemaligen Bergkapelle in die Tat umgesetzt. Die Jugendkapelle wurde als Bergmännischer Musikverein weitergeführt. Die eigentliche Vereinsgründung, die nach den veränderten Verhältnissen notwendig wurde, fand am 14. März 1992 statt.

Schwierigkeiten gab es besonders bei der Einstudierung entsprechender Bergmusik. Dabei war es notwendig Proben zur Marschmusik durchzuführen. Eine große Herausforderung stellte die Neueinkleidung der Kapelle dar. Während der Übergangsphase nutzte man das Ehrenkleid der ehemaligen Bergkapelle, aber auch die noch teilweise vorhandenen Bergmannstrachten aus der Gründerzeit. Die Neueinkleidung der Kapelle erfolgte in Anlehnung an die 1931 getragene Bergmannstracht und wurde finanziell durch den Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine aber auch durch Auftrittsgelder ermöglicht.

Nach längerer Krankheit verstarb am 27.10.1994 unser Gründer und Kapellenleiter Heinz Thieme. Musikfreund und Ehrenmitglied Andreas Dienelt sowie Ludwig Otto übernahmen übergangsweise die musikalische Leitung der Kapelle.  Diesen beiden leidenschaftlichen Musikanten ist es zu verdanken, dass der Verein weiter zusammengehalten wurde. Trotz personeller Besetzungsschwierigkeiten wurden zahlreiche Auftritte absolviert. Wir vertraten beispielsweise den Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine im Mai 1995 zum 11. Europäischen Bergmannstag im ungarischen Balatonfüred. Durch den bereits erwähnten Musikfreund Andreas Dienelt wurde der Kontakt zu Klaus-Heiner Wendler, unter anderem langjähriger Musiker der Herolder Blasmusikanten sowie Leiter des Posaunenchores der Evang.-Iuth. Kirchgemeinde Herold hergestellt, welcher ab Mitte 1995 bei uns mitwirkte und 1996 die Kapellenleitung übernahm.

Durch die Unterstützung der Stadt Ehrenfriedersdorf und des ortsansässigen Besucherbergwerkes war für Klaus-Heiner Wendler die Voraussetzung gegeben, junge Nachwuchsmusiker im Bereich Blechblasinstrumente direkt im Verein auszubilden. Unterstützt wurde er dabei durch unser Vereinsmitglied Dieter Gronau, welcher als Ausbilder für Holzblasinstrumente im Verein tätig war.

Zum Kirchenkonzert 2006 wurde Klaus-Heiner Wendler für seine mehr als 10-jährige Kapellenleitertätigkeit zum Bergmusikmeister des Sächsischen Landesverbandes durch den damaligen Landesbergmusikdirektor Hermann Schröder ernannt. Während dieses Konzertes wurde die musikalische Leitung der Kapelle von Klaus-Heiner Wendler an seinen Sohn Uwe Wendler übergeben, der diese Funktion bis heute ausübt.

Als Vorstände waren und sind für den Verein tätig:

1992 -1996                         1. Vorsitzender Thomas Hüfken      2. Vorsitzende Renate Thieme

1996 – November 1999   1. Vorsitzende Renate Thieme        2. Vorsitzender Heiko Müller

November 1999 – 2018   1. Vorsitzender Heiko Müller          2. Vorsitzender Gunnar Meier

2018 – 2022                       1. Vorsitzender Uwe Wendler         2. Vorsitzender Gunnar Meier

Weiterhin gehören dem Vorstand an:

Roland Scholz (Schatzmeister), Doreen Mehner (Schriftführerin), Günter Krug, Heiko Müller (Revisionskommission)

Heiko Müller, wurde für seine 19-jährige Tätigkeit als Vorsitzender des Bergmännischen Musikvereins e.V. und der damit verbundenen Verdienste zum Ehrenmitglied des Vereines ernannt.

Zur Aufgabe des Bergmännischen Musikvereins gehört es, die Amateurblasmusik zu pflegen, den Nachwuchs auf diesem Gebiet zu fördern, bergmännisches Musikgut weiterzugeben und zu bewahren. Weiterhin gestaltet der Verein vielseitige, traditionelle Veranstaltungen. Stellvertretend soll auf das alljährlich stattfindende Bergquartal mit Berggottesdienst, die Bergmettenschicht und auf zahlreiche Bergparaden verwiesen werden. Natürlich ist der Verein auch außerhalb der Ortsgrenzen tätig und präsent. Das Repertoire reicht von altehrwürdigen Bergmärschen über Polka, Walzer, Schlagermelodien bis hin zu konzertanten Musikdarbietungen.

Einer der wichtigsten Bestandteile sieht der Verein die Pflege des bergmännischen Lied - und Musikgutes.

Geschichtlich gesehen sind die letzten Jahre für den Verein erwähnenswert.

Zu unserer Jahreshauptversammlung im März 2020, konnten wir auf das Geschäftsjahr 2019 zurückblicken. Dieses war eines der umfangreichsten Jahre mit Konzerten und Bergparaden. Insgesamt hatte unser Orchester 28 Auftritte, bei denen eine durchschnittliche Teilnehmerzahl von 23 Musikern pro Veranstaltungen zu verzeichnen war.

Höhepunkte der Kapelle:

Hochzeit auf der Burg Scharfenstein, Winterzauber der Blasmusik in Auerbach/Erz.

Kirchenkonzert, Hauptquartal Berggrabebrüderschaft, 1. Großräschener Seefest,

Kleinnauendorf 875. Jahrfeier, Tag des Bergmanns und Schwimmbadfest, Schlossfest in Zschopau, Markus-Röhling-Stolln, Kirmes in Ehrenfriedersdorf, Bergfest Pobershau, Pferdetag und Erntedankfest in Zwönitz, Kirmes in Weißbach, Martinsumzug in Ehrenfriedersdorf, Weihnachtsmarkt Ehrenfriedersdorf, Mettenschicht Ehrenfriedersdorf

Bergparaden: Chemnitz, Zwönitz, Thum, Schneeberg, Annaberg

Bläserquartett:

Schnittzsausstellung, Trimbergtunnel- A44, Frohnauer Hammer, Präsentation „Die Sehnsucht nach dem Licht“

Folglich der pandemischen Situation gab es seit Ende März 2020 bis Dezember nur sporadische Proben, wenn es die gesetzlichen Vorgaben erlaubte.

Das Jahr 2021 lässt sich in sehr kurzen und knappen Meldungen zusammenfassen, da wir leider im gesamten Zeitraum nur wenige Auftrittstermine wahrnehmen konnten und diese nur mit eingeschränkter Zahl von Musikern.

2021- ein bewegtes Jahr, das „bewegend“ zu Ende ging, keine Bergparaden.

Alle Konzerte mussten innerhalb dieses Zeitraumes abgesagt werden.

Die letzten zwei Jahre, waren diesbezüglich nicht sehr förderlich für unseren Verein.

Besonders möchten wir uns an dieser Stelle bei den Unterstützern und Sponsoren bedanken.

Mit deren Mitteln konnten wir diese Zeit, ohne Konzerte und Bergumzüge, auch aus finanzieller Sicht überstehen.

Es ist sicherlich nicht immer einfach Schule, Beruf, Familie und Verpflichtungen im Verein zu organisieren. Der "Bergmännische Musikverein Ehrenfriedersdorf e.V." ist bemüht, diese Tradition der Ehrenfriedersdorfer Bergmusik noch lange zu pflegen und zu erhalten. Wichtig ist dabei, immer wieder neue Musiker zu gewinnen, insbesondere Kinder und Jugendliche, welche gewillt und interessiert sind, ein entsprechendes Instrument zu erlernen. Wir als Musikverein und Träger der Tradition sind natürlich auch auf das Elternhaus unserer Kinder angewiesen.

Fachkundige Auskunft erteilt der Kapellenleiter Herr Uwe Wendler, freitags zur Kapellenprobe von 18.00 - 19.45 Uhr im Haus des Gastes in Ehrenfriedersdorf oder unter Telefon 037297/ 89039, ab 18.00 Uhr. Der Bergmännische Musikverein würde sich auch über Musiker freuen, welche nach "längerer Musikpause" wieder Lust am Musizieren haben. Diese sind zu den Proben im Haus des Gastes herzlich willkommen.

Wir schauen jetzt optimistisch in das Jahr 2022, allerdings können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Termine über Konzerte für unser Jubiläumsjahr bekanntgeben. Natürlich werden wir zu gegebener Zeit über anstehende Auftritte informieren.

Auf unserer Internetseite https://www.bmv-ehdorf.de/ können Interessenten gerne unsere aktuellen Termine und vieles mehr erfahren.

Wir verbleiben mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

Der Bergmännische Musikverein

Polizeiverordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Abwehr von Gefahren aus unterirdischen Hohlräumen sowie Halden und Restlöchern (Sächsische Hohlraumverordnung - SächsHohlrVO) vom 28.02.22

Abwehr von Gefahren aus unterirdischen Hohlräumen