Ortsgeschichte von Ehrenfriedersdorf

(vermutlich) 1180

Die Erstbesiedelung Ehrenfriedersdorfs entsteht durch Bauern.

um 1200

Um diese Zeit beginnt der Bergbau in unserer Stadt. Die Bergmänner gründen die zweite Siedlung.

11.09.1300

Die St. Niklaskirche erhält päpstlichen Ablassbrief und wird zur Wallfahrtskirche erklärt.

1338

Gründung der Ehrenfriedersdorfer Berggrabebrüderschaft

1339

urkundliche Ersterwähnung von Ehrenfriedersdorf

1372

„Sloz gryfenstein“ (Schloss Greifenstein) wurde urkundlich erwähnt. Damit ist ihre tatsächliche Existenz nachgewiesen.

1396-1404

Der Röhrgraben wurde von Ehrenfriedersdorfer Bergleuten gebaut, um die Wasserversorgung der zahlreichen Gruben zu gewährleisten.

Mitte des 15. Jahrhunderts

Ehrenfriedersdorf verfügt über alle städtischen Rechte.

1507

Der Ehrenfriedersdorfer Altar wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts für die St. Niklaskirche in Ehrenfriedersdorf geschaffen. Die Kleinstadt im Erzgebirge verdankte ihren Reichtum einem im Mittelalter florierenden Bergbau. So muss es nicht verwundern, dass sich in der verhältnismäßig kleinen Stadtkirche einer der bedeutendsten Flügelaltäre Sachsens befindet. Der Meister H.W. (Hans Witten) schuf hier eines seiner frühen Monumentalwerke. Die Maltafeln werden Hans von Cöln zugeschrieben. Neben ihm war jedoch mindestens ein weiterer Maler - nach neusten Forschungen könnte das Hans Effelder sein - tätig.

1508-1568

Lange Schicht des Oswald Barthel

12.07.1528

1. Rathaus brennt ab

1530-1535

Ehrenfriedersdorf ist schwer von der Pest getroffen: Etwa die Hälfte der Einwohner kommt ums Leben.

1540

Erbauung Ehrenfriedersdorfer Radpumpe durch hiesige Kunstmeister.

1543

Die St. Niklaskirche erhält die „Große Glocke“ aus der Gießerei Hilliger in Freiberg. Sie zählt zu den wertvollsten Glocken in Sachsen. Wahrscheinlich wurde auch im selben Jahr die Turmlautbrüderschaft gegründet.

1618-1648

Der Dreißigjährige Krieg kostete vielen Menschen das Leben, verwüstete die Stadt und brachte die Pest, so dass viele Bürger starben.

1691

1. Schule wird eröffnet (Knabenschule)

11.01.1705

2. Rathaus brennt ab

1771-1772

Hungersjahre aufgrund von Missernten, Fieberepedemie

1792

Auf dem nordwestlichsten Felsen der Greifensteine wurde eine Holztreppe errichtet, mit der nun die Möglichkeit besteht, die Greifensteine zu erklimmen.

um 1800

Karl Stülpner, Robin Hood des Erzgebirges, soll sich einst in der Stülpner Höhle nahe den Greifensteinen versteckt haben.

1802

3. Rathaus brennt ab

1844

Gründung der Brauerei (heute Privatbrauerei Specht)

21.06.1846

Die erste Theatervorstellung auf den Greifensteinen unter freiem Himmel findet statt. Das Stück, dass gespielt wurde, war „Das Schloss Greifenstein.“

30.08.1866

Stadtbrand + 4. Rathaus brennt ab

04.10.1874

Als Reaktion auf den verheerenden Stadtbrand von 1866 wird die Freiwillige Feuerwehr Ehrenfriedersdorf gegründet.

1886

Ehrenfriedersdorf bekommt einen eigenen Bahnhof (heute Kitagebäude „Neuer Bahnhof“) und wird an die Schmalspurbahn Wilischthal-Thum angeschlossen.

1897

Eröffnung der Bürgerschule (heutige Oberschule) in der Schillerstraße.

1904

Das Amtsgericht Ehrenfriedersdorf erhält in der Schillerstraße 21 einen neuen Amtssitz.

1906

Stilllegung der Anbindung zur Schmalspurbahn Wilischthal-Thum Eröffnung der Bahnstrecke zwischen Geyer und Ehrenfriedersdorf. Die Strecke führte über das Greifenbachtal, welches mit einer Brücke von 180,5 m Länge und 35,6 m Höhe überwunden werden musste. Diese Brücke war zur damaligen Zeit die größte Schmalspurbahnbrücke Deutschlands.

1907

Besuch des letzten sächsischen Königs Friedrich August

1912

Einweihung neues Berghaus Greifensteine

28.05.1928

Einweihung des Kriegerdenkmals für die Opfer des Ersten Weltkrieges.

25.08.1928

Einweihung Oswald-Barthel Denkmal auf dem Sauberg.

1931

Die Theateraufführungen auf den Greifensteinen finden ab sofort jährlich statt (Ausnahme Kriegsjahre und Nachkriegszeit bis 1952).

1934

Ehrenfriedersdorf wird Mitglied im „Reichsbund der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele“.

November 1935

Bau Feuerwehr Depot am heutigen Standort.

15.08.1938

An diesem Tag ereignete sich ein schweres Grubenunglück, bei dem vier Bergmänner ihr Leben ließen.

1939

Eröffnung des Freibades.

14.02.1945

Durch einen Bombenangriff erlitt das Rathaus starke Schäden. Es zog daher vorübergehend bis 1951 in das Amtsgericht in die Schillerstraße 21. Weiterhin wurden drei größere Fabrikgebäude und vier weitere Betriebe durch den Luftangriff zerstört.

06.08.1948

Die Erzförderung wird mit der Förderung des 1. Huntes erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgenommen.

1953

Das Amtsgericht Ehrenfriedersdorf wird geschlossen. Ab jetzt befindet sich in dem Gebäude ein Pflegeheim.

15.08.1967

Stilllegung des Eisenbahnverkehrs.

1970er Jahre

Beginn der „Freundschaft“ zu Podbořany.

1987

Erstmals werden musikalische Großveranstaltungen auf den Greifensteinen organisiert, die fortan jährlich stattfinden z. B. Country-Festival.

30.10.1989

Die erste Montagsdemo zur „Wendezeit“ in Ehrenfriedersdorf wurde durch 250 Teilnehmer getragen.

06.11.1989

17:15 Uhr begann das 1. Friedensgebet in der St. Niklaskirche. Diese Gebete leiteten auch in Ehrenfriedersdorf den friedlichen Beginn der demokratischen Wende ein. An der zweiten Demo gegen das DDR-Regime in unserer Stadt beteiligten sich bereits 1.000 Menschen. Weitere Demos folgten.

03.12.1989

Ehrenfriedersdorfer Bürger beteiligten sich an einer Menschenkette, die quer durch die DDR und in unserer Stadt über die B95 führte.

08.09.1990

Burgkunstadt wird Partnerstadt von Ehrenfriedersdorf.

03.10.1990

Die Förderung des „Letzten Huntes“ in der Zinngrube Ehrenfriedersdorf besiegelt das (vorläufige) Ende der über 750-jährigen Bergbaugeschichte unserer Stadt. Die Einstellung des Bergbaus erfolgte aus Kostengründen. Die Lagervorräte sind allerdings noch nicht aufgebraucht. Heute ist die Zinngrube ein Besucherbergwerk.

1997

Eröffnung des in Sachsen einmaligen Asthma-Heilstollens.

2000

700 Jahre Stadtpfarrkirche St. Niklas.

06.02.2002

Podbořany wird Partnerstadt von Ehrenfriedersdorf.

Sommer 2002

Die neue Grundschule in der Schillerstraße wird eröffnet. Damit hat die Stadt einen neuen Schulstandort, der die Grundschule und die Oberschule in der Schillerstraße 26 an einem Standort vereint.

03.12.2002

Das Pflegeheim in der Schillerstraße 21 (altes Amtsgericht) wird geschlossen und befindet sich heute in der Greifensteinstraße.

2007

500 Jahre Altar St. Niklaskirche

04.10.2008

Übergabe Schlüssel neues Feuerwehrdepot

2009

Ehrenfriedersdorf ist die dritte Kommune im Erzgebirgskreis, die im Kernhaushalt schuldenfrei ist.

07.02.2014

Einweihung der neuen Turnhalle „Am Greifensteinstadion“ in der Wiesenstraße.

28.06.2015

Bei der Bürgermeisterwahl wählen die Ehrenfriedersdorfer Silke Franzl zur ersten Bürgermeisterin in der Geschichte der Stadt.

08.-10.09.2017

5. Sächsischer Bergmanns-, Hütten- und Knappentag Ehrenfriedersdorf.

2019

Die Bergbaulandschaft Ehrenfriedersdorf wird zum UNESCO Welterbe ernannt.

03.-05.07.2020

Die geplanten Feier anlässlich der 800-jährigen Bergbaugeschichte der Stadt wurde aufgrund der Coronakrise abgesagt.